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Migros-Neubau Breitenrainplatz: an zentralster Quartierlage kann etwas Gutes entstehen
Die SP Bern-Nord freut sich, dass die Migros an dieser zentralen Lage bauen will. Besonders angetan sind wir von der Absicht, über 60 Wohnungen zu erstellen. Es freut uns auch, dass die Migros ihren Standort im Quartier aufwerten will, was auch den Kundinnen und Kunden zu Gute kommt. Der bisherige Zustand des zu überbauenden Gebietes war seit Jahrzehnten unbefriedigend, deshalb sind wir überzeugt, dass hier eine qualitativ hochstehende Überbauung entstehen muss, die sich gut ins bestehende Quartierbild einfügt.
Das genaue Studium der Baupläne hat gezeigt, dass in einigen wichtigen Punkten noch Verbesserungen angezeigt sind. Ein Neubauprojekt, das sechs Ausnahmen beantragen muss, ist sehr unüblich. Unbedenklich wären die Ausnahmen für uns, wenn sie eine markante Verbesserung gegenüber der Regelsituation bewirkten. Das heisst, wenn sie eine Qualitätssteigerung gegenüber dem Quartier und der Bauherrschaft erbringen würden. Im vorliegenden Fall sehen wir in den Ausnahmen einen ausschliesslichen Nutzen für die Bauherrin, für das Quartier in einigen Punkten gar einen Schaden.
Der „Hauptknackpunkt“ ist offensichtlich:
Die Migros beansprucht im Parterre praktisch die gesamte riesige Ausdehnung des Perimeters als Verkaufsfläche plus Zusatzeinrichtungen. Das bedeutet überlange geschlossene Fassaden auf Trottoirniveau ohne Eingänge und ohne Einblick. Dies widerspricht der Quartierstruktur diametral. Zwar ist dies auch bei den beiden Grossverteilern Coop und Denner der Fall, aber in deutlich kleinerem Ausmass. Die grosse Mehrheit der Geschäfte im Quartier ist klein, je mit Eingang und Einblick, was auch der Sicherheit zugute kommt.
Unser Vorschlag: „Versenken“ des gesamten Gebäudes um ein Stockwerk in die Tiefe.
- Alle relevanten Ausnahmen fallen weg. Die Verkaufsflächen kämen so in das 1. UG zu liegen, wie das beim vor wenigen Jahren fertig gestellten Coop-Center im Wankdorf der Fall ist.
- Die kleinen Ladengeschäfte, Arztpraxen, usw. kämen dadurch ins Parterre, was diesen Bereich deutlich aufwerten würde.
Davon profitieren auch VelofahrerInnen und FussgängerInnen: Die recht zufällig verteilten Veloparkplätze rund um das Gebäude können (z. Teil im Gebäudeinneren) attraktiver angeordnet werden und stören dadurch den Fussverkehr weniger.
- Ausserdem können so mehrere Aufgänge zu den Wohnbereichen geschaffen werden.
- Der Gesamteindruck des massigen Klotzes wird dadurch ebenfalls gemildert.
Gerne hätten wir die Anliegen aus dem Quartier und von den unmittelbar betroffenen Nachbarinnen und Nachbarn im Vorfeld ins Gespräch gebracht. Da die Migros das Projekt weder in der Quartierkommission vorgestellt, noch zu Gesprächen mit der Bevölkerung bereit war, bleibt uns nur die Einsprache. Nicht um ein nötiges und sinnvolles Projekt zu verhindern, sondern um es besser ins Quartier zu integrieren.
Die Einsprache ist hier einsehbar.
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