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Oberstufenprojekt Lorraine - Chance nicht verpassen!
Alle reden von der Oberstufe der Zukunft, in unserem Schulkreis könnte sie schon im übernächsten Schuljahr Realität werden. Für die Lorraineschule ist ein interessantes Projekt parat, Schulleitung, Lehrpersonen und Eltern sind motiviert. Trotzdem hat die kantonale Erziehungsdirektion eine Unterstützung abgelehnt, worauf die Schulkommission eine Aufhebung der Oberstufe im Lorraineschulhaus beschlossen hat. Die SP Bern-Nord fordert den Kanton und die Schulkommission auf, das Oberstufenprojekt in der Lorraine nicht scheitern zu lassen. Seit Jahren werden die OberstufenschülerInnen der Lorraine erfolgreich nach dem Twanner-Modell unterrichtet: Sie bleiben vom 1. bis zum 9. Schuljahr in derselben Klasse und ab der 7. werden Real- und Sekundarstoff im gleichen Klassenzimmer vermittelt. Schulleitung und Lehrerschaft der Lorraine möchten nun einen Schritt weitergehen und haben ein Unterrichtsmodell entwickelt, das nicht nur die Grenzen zwischen Real- und SekundarschülerInnern, sondern auch zwischen den Schuljahrgängen aufl ösen will. Weg von möglichst homogenen Klassen, hin zu alters- und stufendurchmischten Lerngruppen, in denen die Kinder individueller das tun, was sie ihren Fähigkeiten entsprechend weiterbringt. Solche Unterrichtsformen sind anspruchsvoll und setzen Fachwissen und Motivation voraus. Beides bringen die LehrerInnen der Lorraine mit. Um das neue Modell umsetzen zu können, braucht der Schulkreis Breitenrain-Lorraine jedoch ein Entgegenkommen des Kantons, weil die Klassenorganisation an der Oberstufe im Schulkreis dadurch weniger fl exibel gestaltet werden kann und die Kinder in der Lorraine nicht mehr so einfach als «Manöveriermasse» in andere Schulhäuser umgeteilt werden können. Der Kanton muss nun zeigen, wie wichtig ihm eine optimale Förderung unserer Kinder ist. Die SP Bern-Nord verlangt die rasche Umsetzung des Projekts in der Lorraine:
  • weil es um Chancengleichheit geht:
    Untersuchungen zeigen, dass selektivere Oberstufenmodelle vielen Kindern nicht gerecht werden.
  • weil es um Integration geht:
    Die nur funktioniert, wenn der Unterricht individualisierter gestaltet wird und genügend Raum für die Bedürfnisse der Kinder besteht.
  • weil es um Lernerfolge geht:
    Die Erfahrungen zeigt, dass Kinder gezielter gefördert werden und Lernziele besser erreichen.
  • weil es in einem Kinderleben um jedes Jahr geht:
    Wenn wir zuwarten, verpassen Kinder Möglichkeiten, die sie so nicht mehr nachholen können.
  • weil es um Wettbewerbsfähigkeit der Volksschule geht:
    Privatschulen bieten erfolgreich individualisierte Unterrichtsformen an. Die Volksschule kann es sich nicht leisten, den Wunsch nach solchen Unterrichtsformen unbeachtet zu lassen.
Geredet wurde in den letzten Jahren viel von nötigen Verbesserungen. In der Lorraine können wir solche kon- kret und rasch umsetzen. Dafür ist es jetzt höchste Zeit. Der Kanton und die Schulkommission dürfen diese Chance nicht verpassen!
 
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